Was bedeutet Karma und warum ist es ein wichtiger Teil von Yoga?

Im Yoga stösst man irgendwann auf das Wort Karma oder sogar auf Karma Yoga.

 

Karma ist Sanskrit und bedeutet Tat, Handlung, Wirkung. Es bezieht sich auf jede körperliche oder geistige Handlung und auch auf die Ergebnisse dieser Handlungen. Es ist gleichbedeutend mit dem wissenschaftlichen Gesetz von Ursache und Wirkung. „Wir ernten was wir säen“.  

 

Das Karma spielt im Yoga deshalb eine grosse Rolle, da Yoga an die indischen Religionen angelehnt ist und somit mit dem Glauben an den Kreislauf der Wiedergeburten (Reinkarnation). Demzufolge hat jede unsere Handlung eine Wirkung auf unsere Zukunft und damit auch auf unser Karma.

Dies bezieht sich auf „gute“ sowie „schlechte“ Handlungen. Da wir immer Karma erzeugen und somit den Kreislauf der Wiedergeburten schueren, ist das Ziel gar kein Karma mehr zu erzeugen. Aber wie geht das? Dazu später mehr.

 

Zunächt werfen wir einen Blick auf das Karma im Speziellen, denn es gibt drei Arten von Karma:

 

Das Sanchita Karma ist der Vorrat aller angehäuften Werke der Vergangenheit, deren Früchte noch

nicht geerntet worden sind. Das ist Karma welches noch nicht wirksam ist und in Zukunft auf dich wartet.

 

Das Agami Karma, ist neues Karma entstanden im Jetzt, die frische Tat.

Unsere jetzigen Handlungen und Gedanken sind die Ursache fuer eine zukünftige Wirkung.

 

Das Prarabda Karma ist das Karma welches uns für dieses Leben auferlegt worden ist und jetzt aktiv ist. Was wir momentan erfahren, ist das Resultat früherer Handlungen. Das Prarabda Karma kann in keiner Weise vermieden werden. Alles Karma muss abgearbeitet werden.

 

Zusammengefasst kann man sagen, dass uns das Prarabda Karma durch unser Leben begleitet und wir all unsere vorherbestimmten Erfahrungen machen und seine Themen abarbeiten. Wenn wir an Wiedergeburt glauben, macht es Sinn zu versuchen kein neues „schlechtes“ Karma anzuhaeufen. Das bedeutet im Hier und Jetzt gute Samen zu säen und gute Taten zu tun. Ebenfalls geht es darum keine neuen Ursachen zu erzeugen, um das Sanchita Karma zu minimieren.

 

Die grosse Frage ist jedoch, wie kann man handeln, damit man seine Lektionen lernt und durchs Leben geht ohne neue Ursachen und damit neues Karma zu schaffen?

 

Das was das Leben ist, deine Aufgaben, werden dir von deinem Karma gestellt und Du sollst daran wachsen.

 

·         Der Mensch hat einen freien Willen und kann durch sein jetziges Handeln die Zukunft bestimmen.

·         Durch Setzen neuer Ursachen können wir auch kurzfristig unsere Situation verändern.

·         Durch bewusstes Leben und Erleben lernen wir Lektionen schneller und manches Karma braucht nur abgemildert zu erscheinen.

·         Durch bewusstes Leben, Meditation und Pranayama kann man das Ablaufen des Karma beschleunigen.

·         Durch Entscheidungen können wir wählen, welchen Teil des Karma wir zuerst erleben wollen.

 

Jener der die Selbstverwirklichung erreicht, verbrennt Agami und Sanchita Karma. (Ziel des Karma Yoga).

 

Karma Yoga

 

Karma Yoga ist einer der sechs Sauelen des Yoga und wird Yoga des selbstlosen Dienstes genannt. Finde Freude anderen zu helfen, einen Gefallen zu tun oder sogar „minderwertige Dienste“ zu leisten ohne eine Gegenleistung dafuer zu verlagen. Es gibt im Karma Yoga keinen hochwertigen oder minderwertigen Dienst. Wenn man jeden Dienst, gleichwertig ansieht wird das Herz gereinigt, man entwickelt Demut, Liebe und Symphathie und kann Eigenschaften wie Egoismus, Hass und Eifersucht ueberwinden. Die Einstellung und Sichtweise auf das Leben wird sich aendern. Überlege wie Du Deine Energie, Deinen Verstand, Deine Bildung, Deine Kraft am besten auf dem spirituellem Weg des selbstlosen Dienstes einsetzen kannst.

 

Erwarte nichts, wenn Du einem anderen hilfst, oder wenn du ein Geschenk machst. Untersuche immer Deine Motive und ueberpruefe ob es nicht selbstsüchtige Motive sind. (Erfolg oder Misserfolg).

 

Mache Dein Herz weit auf!

Om Shanti!