Mattenzwang

Täglich stoße ich auf Yogaartikel, die, bevor ich dazu komme den Artikel zu lesen, mit Bildern von perfekten Körpern in den top aktuellsten Yogatrend Outfits in perfekten Yogaposen auf sich aufmerksam machen. Ich finde es schade, dass Yoga und alles was darunter verstanden wird, zu so einem riesen Markt geworden ist, der mit solchen Oberflächlichkeiten wirbt.

 

Als ich vor ca. 15 Jahren mit Yoga anfing, spielte es keine Rolle, was in der Yogastunde angezogen wurde. Ein normales T-Shirt und eine Jogginghose oder Leggins waren und sind, völlig ausreichend. Es ist nicht wichtig was man anzieht, solange es bequem ist.

 

Die Werbung drängt sich in einen Bereich in dem eigentlich kein Raum für Beurteilung und Bewertung sein sollte, denn Yoga tut das nicht.

 

Yoga holt jeden Menschen dort ab wo er ist. Yoga hilft dir dabei, dass du mit dir selbst zu frieden bist und eine positive Lebenseinstellung hast. Der BMI, das Outfit oder der Beweglichkeitsgrad spielt dabei keine Rolle. Im Yoga konzentrieren wir uns auf unseren Geist und spüren in unseren Körper hinein, wir erfahren ohne zu beurteilen und sind einfach nur in diesem Moment. Es spielt keine Rolle, was der Yogi auf der Nachbarmatte trägt oder wie weit dieser in die Asana kommt, oder ob wir “besser” sind als die Yogini auf der Matte vor uns.

 

Mein Appell, besonders an diejenigen die mit Yoga anfangen ist, sich nicht von solchen Bildern und den damit verbunden Werbestrategien abschrecken zu lassen. Du brauchst keine Unsummen von Geld in Klamotten zu investieren oder einem bestimmten Schönheitsideal zu entsprechen. Wir sind alle wertvolle Menschen und ein paar Kilo hin- oder her machen dich nicht zu einem besseren oder schlechteren Menschen. Yoga ziehlt auf etwas ganz anderes ab. Auf spirituelles Wachstum. Und das kann man nicht kaufen sondern nur entwickeln und erfahren, von innen heraus.

 

Om Shanti!